Armeo Training

Jede Behandlung beginnt erst einmal mit einer Befundaufnahme.
Schweizer Technik für Iserlohner Patienten

Die Praxis für Ergotherapie verfügt ab jetzt über die bundesweit einzige ambulant verfügbare Therapiehilfe ArmeoSpring. Das feinmechanische Gerät funktioniert wie ein entlastendes Außenskelett für den Arm und gestattet beeinträchtigten Patienten, ihre Arme und Hände über einen Monitor in virtuellen Welten zu trainieren.

"Die teils erheblichen Bewegungseinschränkungen nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder aufgrund einer neurologischen Erkrankung können wir jetzt deutlich stärker als mit bisherigen Methoden lindern" berichtet Paco Oberwalleney, Inhaber der Praxis, von seinen ersten Erfahrungen mit dem Gerät. Grundvoraussetzung sei, so der Ergotherapeut, dass der Patienten noch minimale eigene Bewegungen durchführen kann. Weil die Technik den beeinträchtigten Arm nach Bedarf fast vollständig von seinem Eigengewicht befreit, reicht auch schon ein kleiner Impuls, um die gewünschte Bewegung ausführen zu können.

Über verschiedene Schwierigkeitsstufen kann der Patient schrittweise seine Handlungsfreiheit erweitern. Erfolge lassen sich mit dem Gerät sauber messen und dokumentieren und machen Spaß. Schließlich konzentriert sich der Patient nicht mehr länger auf sein beeinträchtigtes Gliedmaß, sondern auf die vor ihm liegende Aufgabe am Bildschirm - etwa, einen Apfel zu greifen, oder auch, Federvieh im bekannten Computerspiel Moorhuhn treffsicher zu jagen.

Das neuartige Gerät der Schweizer Firma Hocoma nutz die Fähigkeit des Gehirns, sich nach Schädigung neu zu organisieren. Studien zeigen, dass intensiv wiederholte und vor allem aufgabenorientierte Therapieübungen motorische Fähigkeiten wiederherstellen können. Entsprechend sollte der Patient in einer ersten Phase über zwei Wochen hinweg täglich eine halbe Stunde trainieren und damit die neuronale Reorganisation erfolgreich anregen.

Impressionen Armeo Spring


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